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A History of Violence

Ein Mann tötet zwei brutale Räuber aus Notwehr und wird zum Held der Kleinstadt. Kurz danach wird er bedroht. Er wehrt sich, um seine Familie zu schützen.


DEU,USA 2005
96 min
Genre: Drama/Movie
Regie: David Cronenberg
Darsteller: Ed Harris, Maria Bello, Viggo Mortensen
Studio: Warner Bros
FSK: 18
Preis: € 1,98
Preis HD: € 2,98

Letzte Chance!

Inhalt

Coffeeshop-Wirt Tom Stall (Viggo Mortensen) lebt glücklich und zufrieden mit seiner Frau, der Anwältin Edie (Maria Bello), und ihren beiden Kindern in der Kleinstadt Millbrook/Indiana. Doch eines Abends wird die Familienidylle gestört: Zwei brutale Räuber überfallen Tom im Coffeeshop. Er erkennt die Gefahr rechtzeitig und bewahrt seine Kunden und Freunde vor dem Schlimmsten, indem er die beiden gesuchten Mörder in Notwehr erschießt. Weil Tom daraufhin als Held gefeiert wird, steht sein Leben plötzlich Kopf – das Ereignis löst einen landesweiten Medienrummel aus. Tom fühlt sich im Blitzlichtgewitter allerdings überhaupt nicht wohl – er möchte sein normales Leben weiterführen. Doch dann erscheint der geheimnisvolle Carl Fogarty (Ed Harris) in Millbrook. Er bedroht Tom, weil er ihn für einen Mann names Joey hält, mit dem er schon lange abrechnen will. Tom versucht Fogarty zu erklären, dass eine Verwechslung vorliegt. Und er wehrt sich, um seine Familie zu schützen.  Durch die neuen Umstände geraten die Stalls bald in eine unerträgliche Lage – sie sehen sich gezwungen, ihre Beziehung neu zu überdenken. Schlimmer noch: Der Zusammenhalt der gesamten Familie muss eine extreme Zerreißprobe bestehen. 

Quelle: Archiv/ Presseheft

Hintergrund

Der Schein trügt

David Cronenbergs spannender Thriller "A History of Violence" zeigt Viggo Mortensen als braven, mutigen Café-Besitzer – doch ist er das wirklich?

Nichts ist wie es scheint. Das ist ja bekannt. In David Cronenbergs neuem Thriller "A History of Violence" ist das genauso. Tom Stall (Viggo Mortensen) ist ein friedlicher, freundlicher Kleinstadtmensch mit Frau und Kind und eigenem Café. Doch als sein Laden eines Abends von zwei üblen Gestalten besucht wird, erschießt der smarte Tom die beiden in Notwehr – und mit dem Kleinstadtidyll ist es erst einmal vorbei. Toms Notwehr-Tötung war allerdings so tapfer und "professionell", dass er zum Star der lokalen Medien avanciert. Amerika brauche Helden wie ihn. Allerdings: Schon bald bekommt Tom in seinem Café erneut Besuch. Irische Gangster (darunter: Ed Harris) tauchen auf und behaupten, Tom von früher zu kennen. Toms Name sei eigentlich Joey. Die Männer in Anzügen beginnen, Tom und seine Familie regelrecht zu terrorisieren. Immer tiefer schlittert Tom in die Ahnungslosigkeit über seine eigene Vergangenheit, die ihn jetzt einzuholen scheint. Er versucht, seine Mitmenschen und vor allem sich selbst davon zu überzeugen, dass hier eine Verwechslung vorliegt, und dass er uns seine Familie nichts mit den Machenschaften der Gangster zu tun haben. Doch es kommt anders: Denn Tom Stall, der mutige Vorzeige-Cowboy mit Hang zur Selbstjustiz, ist doch nicht der, der er vorgibt zu sein. Das ist der Stoff, aus dem Cronenberg seine "History of Violence" kreierte. Dem Film liegt eine Graphic Novel von John Wagner und Vince Locke zugrunde. Graphic Novels – das sind nicht wirklich Comics, sondern ernstere, gezeichnete Geschichten. Dramen, Verbrechen, Epen. Erstmals seit längerer Zeit verfilmte Cronenberg ("The Dead Zone", M.Butterfly" oder "Spider") hier wieder einmal ein fremdes Drehbuch, verfasst von Josh Olson. Herausgekommen ist Cronenbergs bisher vielleicht breitenwirksamster Film – überhaupt mit der Starbesetzung von Viggo Mortensen. Der fesche Schauspieler hat mit der Rolle allerdings auch einiges riskiert: Immerhin spielt er einen Kleinstadtbürger, der von seiner scheinbar verdrängten Vergangenheit eingeholt wird – und wird damit vom Saubermann zum Gejagten. Ein strahlender Held bleibt er jedenfalls nicht lange. "Die Story erinnerte mich einerseits an Hitchcocks Filme, andererseits erkannte ich darin auch Elemente aus den Western von John Ford", sagt Cronenberg. Für Cronenberg ist das Hauptthema des Films das Infragestellen von Identität. "Schon in ‚Spider' oder ‚M.Butterfly' geht es um Identität. In diesem Fall ist das Umfeld wohl etwas naturalistischer, denn ich zeige eine typische amerikanische Familie aus dem mittleren Westen. Selbst dort, in dieser heilen Welt, ist man auf der Suche nach Identität".

Quelle: Archiv/ Presseheft