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Frau Ella

Schlimmer geht’s immer: Sascha (Matthias Schweighöfer) und sein bester Kumpel Klaus (August Diehl) genießen ihr lockeres Leben … bis Saschas Freundin Lina (Anna Bederke) schwanger wird – sie ist nur mit Baby zu haben, er nur ohne. Im Trennungsstress baut Sascha einen Unfall, und als ob der Totalschaden nicht reichen würde, hat er bald darauf die redselige Seniorin Ella (Ruth Maria Kubitschek) am Hals, die ihm aber in einem überlegen ist: Erfahrung. Und Frau Ella will mit ihren Tipps und Tricks Saschas Liebesleben wieder in Ordnung bringen…


DEU 2013
105 min
Genre: Comedy
Regie: Markus Goller
Darsteller: Anna Bederke, August Diehl, Matthias Schweighöfer
Studio: Warner Bros
FSK: o.A.
Preis: € 4,98
Preis HD: € 5,98

Letzte Chance!

Inhalt

Sascha (Matthias Schweighöfer) und Lina (Anna Bederke) sind ein Paar. Wenn er sein Taxi fährt, machen sie sich einen Spaß daraus, dass er sie wie einen unbekannten Fahrgast mitnimmt  und mit ihr flirtet, während sie sich zugeknöpft gibt. Das ist immer sehr lustig - bis auf heute, als Lina ihm ein Ultraschallbild zeigt: Sie ist schwanger mit seinem Kind – und er hat bis zu diesem Moment nichts davon gewusst. Sascha ist überrumpelt, genervt, überfordert. Er will – zumindest  derzeit – noch nicht Vater werden, findet aber nicht die richtigen Worte,  die Lina in diesem emotionalen Moment unbedingt erwartet. Traurig und  enttäuscht steigt sie aus. Sofort steigt ein neuer Fahrgast ins Taxi, der jäh in Panik ausbricht, weil  Sascha seinem Frust freien Lauf lässt und blindlings aufs Gaspedal tritt.  Als ihm mitten in Berlin ein Reh vors Auto läuft, verliert er die Kontrolle  über den Wagen ... und wacht im Krankenhaus auf, weil ihn das Schnarchen seiner Bettnachbarin stört. Er versucht der Schlafenden die Nase zuzuhalten, wird von Krankenschwester Erika (Anna Thalbach) dabei überrascht und zurechtgewiesen. Sascha beschwert  sich darüber, mit einer schnarchenden Oma das Zimmer teilen zu müssen.  Lina kommt zu Besuch und formuliert klipp und klar, wie sie die Situation  sieht: Sie wird das Kind bekommen. Von Sascha erwartet sie, dass er sein  abgebrochenes Medizinstudium fortsetzt und die Mitverantwortung für ihr  gemeinsames Kind übernimmt. Wieder reagiert Sascha abwehrend, lehnt  den Arztberuf kategorisch ab. Lina will aber nicht ewig darauf warten, dass  er endlich erwachsen wird – sie verlässt ihn endgültig.  Zumindest Saschas bester Freund Klaus ( August Diehl) hält zu ihm. Doch auch der ist ein  nur großes Kind – immer wieder bandelt er im Internet mit angeblich heißen Frauen an, weil er eine ernsthafte Beziehung nicht zustande bekommt.  Saschas Bettnachbarin, die 87-jährige Ella Freitag (Ruth Maria Kubitschek), hat sich am Auge verletzt  und erzählt dem "netten jungen Mann", dass der Arzt sie überredet hat,  sich wegen der Makuladegeneration in ihrem Auge operieren zu lassen.  Als Ex-Medizinstudent horcht Sascha auf, schaut sich ihre Unterlagen an  und merkt, dass Ella unter Bluthochdruck leidet. Er warnt sie eindringlich  davor, dass die Vollnarkose die Gefahr eines Herzinfarkts heraufbeschwören würde. Er hält die Operation für unnötig, sogar für regelrechte Abzocke, denn man kann ihr Leiden heutzutage auch ohne Operation behandeln. Ella hat ihre Zustimmung zur Operation aber bereits unterschrieben und die vor der Operation nötigen Beruhigungsmittel eingenommen. Kurz entschlossen vernichtet Sascha Ellas schriftliche Einwilligung, setzt Ella in einen Rollstuhl und flieht mit ihr aus dem Krankenhaus. Weil sie aufgrund des Beruhigungsmittels nicht ansprechbar ist, bringt Sascha sie vorläufig zu sich nach Hause, wo sie wieder zu sich kommt. Klaus erscheint und ist sofort begeistert von der freundlichen alten Dame. Als Sascha Ella nach Hause bringen will, lehnt sie das entschieden ab, weil sie die Einsamkeit ihrer Wohnung fürchtet. Zwei Polizisten klingeln, die Ellas "Entführer" Sascha suchen. Geistesgegenwärtig flunkert Klaus, dass Sascha schon längst nicht mehr in dieser Wohnung lebt, und wimmelt die Beamten erfolgreich ab. Als die drei in Klaus’ wunderschönem 1968er-Mercedes Cabrio eine Fahrt durch die Stadt machen, lebt Ella sichtlich auf. Sascha will sie nun doch zum Krankenhaus zurückbringen, doch das verweigert Ella kategorisch. Sie droht sogar, ihn wegen der "Entführung" anzuzeigen. Klaus reagiert in der Situation dagegen ganz locker und tanzt mit Ella in seiner Stammkneipe. Sie lässt sich mit Döner und Eis bewirten, genießt ihr neues Leben. Aber sie macht sich auch Sorgen darüber, dass Sascha und Lina sich so leichtfertig getrennt haben. Sascha will sich ihre Vorhaltungen jedoch nicht anhören. Ella macht mit den beiden Freunden einen Ausflug und führt sie außerhalb von Berlin zu der Ruine eines Krankenhauses, in dem sie während des Zweiten Weltkriegs als Krankenschwester gearbeitet hat. Dort verliebte sie sich damals in einen Patienten, den schwarzen US-Lieutenant Jason Grines. Obwohl sie ihn sehr liebte, brachte sie nicht den Mut auf, ihm zu folgen, als seine Einheit verlegt wurde. Denn von Anfang an wurde sie in Deutschland als "Negerhure" beschimpft. Auf Druck ihrer Eltern musste sie Jasons ungeborenes "Teufelskind" abtreiben. Ella hat Jason auch später nie gesucht. Aber sie hat nie einen anderen Mann geliebt und ihre damalige Entscheidung bitterlich bereut. Als Ella nachts im Auto schläft, sitzen Sascha und Klaus nahe der Krankenhausruine am Lagerfeuer. Klaus analysiert seine eigene Situation ganz ehrlich. Seit acht Jahren ist er Single: "Niemand interessiert sich für mich." Er gibt zerknirscht zu, was er inzwischen herausgefunden hat: Die angebliche heiße Russin aus dem Chatroom heißt in Wirklichkeit Hartmut und wohnt am Bodensee. Die beiden Freunde sind von Ellas schwerem Schicksal tief bewegt. Sie googeln den Namen Jason Grines und stellen fest, dass er in Paris lebt. Als auch Klaus im Wagen einschläft und Sascha die beiden zurück in die Stadt chauffiert, lenkt er – einer plötzlichen Eingebung folgend – den Mercedes auf die Autobahn gen Westen, Richtung Paris. Als Ella endlich wieder aufwacht, machen die drei bereits Frühstückspause in einer französischen Kleinstadt. Ella ist völlig überrascht, reagiert gerührt und lässt sich von Klaus’ und Saschas Enthusiasmus anstecken. Doch in der Pariser Rue de Marois wartet eine herbe Enttäuschung auf sie: Jason hat zwar einst unter dieser Adresse gewohnt, ist aber vor einiger Zeit mit unbekanntem Ziel fortgezogen. Kurz entschlossen geht Ella auf die Straße und spricht alle Passanten und Einzelhändler in der Umgebung auf Deutsch an, ob sie Jason kennen. Sie erntet nur Achselzucken. Doch dann geschieht das Wunder: Klaus flirtet in einem Altersheim mit der attraktiven Pflegerin Marie, die Jason tatsächlich in diesem Heim betreut hat und weiß, dass er inzwischen in einen kleinen Ort an der französischen Küste gezogen ist – 582 Kilometer entfernt. Glücklich brechen die drei auf und lassen sich im offenen Cabrio nicht einmal vom Regen verdrießen. Als sie abends in einer Kleinstadt Rast machen, fragt Ella, warum Sascha sein Studium nicht abschließen will. Er erzählt von der traumatischen Erfahrung einer Operation, an der er als Student einst beteiligt war: Trotz des guten Verlaufs ist der Patient gestorben. Sascha hat das nie verwinden können. Von seinem zerrütteten Elternhaus konnte er in dieser Situation auch keine Hilfe erwarten. "Aber du liebst doch deine Lina! Die Liebe funktioniert!", beschwört ihn Ella. Da bekommt Sascha eine SMS von Lina, die bestätigt, dass sie ihr Kind austragen wird. Auch Klaus macht seinem Freund jetzt wegen der Trennung von Lina bittere Vorwürfe, wirft ihm kindisches Verhalten vor und nennt ihn einen Feigling. Die beiden trennen sich im Streit. Als Sascha morgens aufwacht, ist Ella verschwunden. Er fragt auf der Polizeiwache nach und trifft dort Klaus wieder – die beiden versöhnen sich. Ella ist inzwischen ungeduldig allein weitergezogen, fährt auf dem Traktor eines Bauern mit und erreicht das Ziel ihrer Reise, den kleinen Küstenort. Endlich steht sie vor Jasons Haus. Zögernd und mit klopfendem Herzen drückt sie auf den Klingelknopf ...

Quelle: M* Magazine/ Presseheft

über die Produktion

Über die Entstehung von "Frau Ella" sagt Regisseur Markus Goller: "Katja Emke, die bei unserem Film als Executive Producer fungiert, ist in Los Angeles meine Nachbarin und kümmert sich viel um alte Menschen. Sie war von Florian Beckerhoffs Roman völlig begeistert und schlug mir die Verfilmung vor." Dazu Drehbuchautor Dirk Ahner ("Frisch gepresst"): "Eine Romanadap­ tion ist immer eine heikle Sache, weil die Medien sehr unterschiedlich sind. Manche Romane sind bereits sehr filmisch geschrieben. Bei ‚Frau Ella‘ scheint der Autor sehr persönlich involviert. Wir erfahren sehr viel über das Innenleben der Hauptfigur Sascha, seine Gefühle, seine Gedanken – das lässt sich im Film schwer darstellen. Wir mussten in der Geschichte also die äußere Handlung stärker betonen, um das, was die Hauptfigur fühlt, sichtbar zu machen." "Mir fiel sofort dazu ein, die Hauptfiguren, jung und alt, im Film zusammen auf eine Reise zu schicken", ergänzt Markus Goller. "Ich dachte gleich an Matthias Schweighöfer als Darsteller des Sascha – wir hatten beim Dreh von ‚Friendship!‘ viel Spaß gehabt, und er war das richtige Zugpferd für das neue Projekt, außerdem hatte er gerade seine eigene Produktions­­ firma Pantaleon gegründet. Matthias und seinen Produzentenpartnern Dan Maag und Marco Beckmann gefiel der Stoff sofort." Produzent Dan Maag bestätigt: "Wenn ein Regisseur wie Markus den Film machen will, ist das für uns schon die halbe Miete. Mit Matthias als Darsteller ergab sich so das perfekte Paket, von dem Produzenten träumen. Ich mochte den Stoff – er ist dramatischer, intensiver als unsere bisherigen Komödien, ein Thema, das die Menschen bewegt. Im Film wird das so formuliert: ‚Am Ende des Lebens bereut man nicht das, was man falsch gemacht hat, sondern das, was man nicht gemacht hat.‘" Und über die Arbeitsteilung in der gemeinsamen Firma sagt er: "Uns lenkt die gemeinsame Erkenntnis, dass wir mit dem Team eine Menge Zeit verbringen, und deshalb umgibt man sich gern mit netten Menschen, die wissen was sie tun." Buchautor Florian Beckerhoff unterstützte die Verfilmung von Anfang an. Dazu Goller: "Florian ist ein wirklich liebenswerter Mensch. Wir haben intensiv über seinen Roman gesprochen, und er hat verstanden, dass für die Filmfassung einige Änderungen nötig waren. Jetzt ist er sehr gespannt auf den fertigen Film. Inzwischen sind wir schon im Gespräch über mögliche Filmfassungen seiner weiteren Romane, die er mir angeboten hat." Die Dramaturgin Angelika Mönning arbeitete für Schweighöfers Firma Pantaleon bereits in der Entwicklungsabteilung. Sie konzipierte nun mit Regisseur Goller und Drehbuchautor Dirk Ahner die Filmfassung zu "Frau Ella". Goller erinnert sich: "Ich war Dirk bisher nicht persönlich begegnet, hatte ihn erst ein paar Tage zuvor kennen gelernt, aber wir verstanden uns auf Anhieb und hatten parallel ganz ähnliche Ideen für die Filmfassung. Da merkten wir, dass wir das Buch zusammen entwickeln sollten. Er ist ein hervorragender Autor." Dazu Dirk Ahner: "In dem langen Prozess haben Markus, Angelika und ich tage- und wochenlang immer wieder am Skript gefeilt – es war also kein Alleingang meinerseits, sondern eine echte Zusammenarbeit. Mir hat Florian Beckerhoffs Roman sehr gefallen, aber ich hatte das Gefühl, dass wir für die Filmfassung doch einige Änderungen vornehmen mussten. Markus war auch meiner Meinung, und so überlegten wir, welche Elemente des Romans wir übernehmen und welche nicht. Die Geschichte von Sascha und Ella ist fast unverändert geblieben." Über "Frau Ella" sagt Kameramann Ueli Steiger abschließend: "Ich möchte im Kino gern eine menschliche Erfahrung machen – nicht zu tiefsinnig, nicht zu klamaukig, sondern eine leichte Komödie mit ernstem, zu Herzen gehendem Einschlag." Herz und Humor – diese Ingredienzien würzen alle Elemente der Reise, die Sascha und Klaus mit Frau Ella von Berlin über Paris bis an die Biskaya machen. Es geht um Wunschvorstellungen, die sich aus der Sehnsucht nach Liebe ergeben und sie dennoch oft verhindern. "Wir haben die Liebe nicht richtig begriffen, wir glauben an das lebenslange Glück zu zweit", sagt Ruth Maria Kubitschek. "Aufgrund meiner langen Lebenserfahrung muss ich sagen, dass die Liebe nur selten ein Leben lang hält – und dann meist als respektvolle Gemeinschaft. Wenn man das auch schon als junger Mensch begreifen würde, gäbe es weniger Trennungen. Denn kein anderer Mensch kann mich glücklich machen, wenn ich mich nicht selbst glücklich machen kann. Die Erwartung, dass der Partner das Glück bringt, ist Quatsch. Die Sahne des Lebens ist die Einsicht, dass wir einander etwas geben können." In Bezug auf ihren Beruf kommt sie zu dem Schluss: "Weil diese Erkenntnis nicht sehr verbreitet ist, werden weiterhin die üblichen Liebesfilme gedreht. Ich wünschte mir mal einen Film, in dem die Partner sich dieser Tatsache bewusst sind! Vielleicht sollte ich mal ein Drehbuch schreiben – bisher waren es nur Romane." Und der Dreh zu "Frau Ella" bringt Kubitschek zu der Erkenntnis: "Wenn ich je einen weiteren Film machen sollte, wünsche ich mir wieder einen Regisseur wie Markus Goller und einen Partner wie Matthias! Ich spiele meine Rolle hier genauso wahrhaftig wie meine TV-Rollen, aber ich spüre doch deutlich, dass wir den Film für die große Leinwand drehen. Ich bin über die Brücke gegangen und habe meine Eitelkeit überwunden, um eine Rolle zu spielen, die meinem Alter entspricht – mit weißen Haaren und ohne viel Schminke. Ich muss wirklich den Mut aufbringen, ‚alt‘ zu spielen, mich also auch so zu fühlen. Ella ist ja noch einige Jahre älter als ich. Anschließend werde ich mir viel Mühe geben, wieder jünger zu sein!"

Quelle: M* Magazine/ Presseheft