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Ostwind 2

Endlich stehen die Sommerferien vor der Tür und Mika kann sich rund um die Uhr mit ihrem geliebten schwarzen Hengst Ostwind beschäftigen. Doch Kaltenbach, der Reiterhof ihrer Oma Maria, steht vor dem Bankrott. Um ihn zu retten, will Mika an einem Pferdewettkampf teilnehmen, bei dem ein Preisgeld ausgeschrieben ist. Während des Trainings verschwindet Ostwind aber immer wieder und als Mika ihm eines Tages folgt, findet sie eine entlaufene Stute, die dem geheimnisvollen Milan gehört.
DEU 2015
120 min
Genre: Family/Movie
Regie: Katja von Garnier
Darsteller: Amber Bongard, Atila, Hanna Binke
Studio: Constantin Film Verleih GmbH
FSK: o.A.
Preis: € 1,98
Preis HD: € 2,98

Letzte Chance!

Inhalt

Sommerferien, endlich wieder Zeit für Ostwind, Mika (Hanna Binke) ist überglücklich. Doch dann entdeckt sie eigenartige Wunden an Ostwinds Bauch, für die niemand eine Erklärung hat. Noch dazu steht Kaltenbach kurz vor der Pleite! Schweren Her- zens entscheidet sich Mika, an einem Vielseitigkeitsturnier teilzunehmen, bei dem ein hohes Preisgeld winkt. Aber während des Trainings wirkt Ostwind abgelenkt, oft läuft er einfach davon. Mika verfolgt den schwarzen Hengst bis tief in den Wald und ist ziemlich überrascht: Aus dem Dickicht erscheint eine magisch anmutende Schim- melstute und die beiden Pferde umtanzen sich liebevoll. Plötzlich taucht ein fremder Junge namens Milan (Jannis Niewöhner) auf, der sagt, die Stute sei ihm entflohen. Er behauptet, er könne Mika helfen, das Turnier zu gewinnen. Was hat es wirklich mit Milan auf sich? Kann Mika Ostwinds Aufmerksamkeit für sich und das Turnier zurückgewinnen und Kaltenbach noch rechtzeitig retten? Regisseurin Katja von Garnier hat für „Ostwind 2“ erneut ein großartiges Ensemble versammelt: Hanna Binke („Kriegerin“, „Ostwind“) als Mika, Marvin Linke („Unter Uns“, „Ostwind“) als Stalljunge Sam und Amber Bongard („Groupies Bleiben Nicht Zum Frühstück“, „Sommer In Orange“) als Mikas beste Freundin Fanny. Jannis Niewöhner („Sommer“, „Rubinrot“, „Doktorspiele“) komplettiert die Besetzung der jugendlichen Rollen als der geheimnisvolle Milan. Nina Kronjäger („Abgeschminkt!“, „Elementarteilchen“) und Jürgen Vogel („Die Welle“, „Wickie Und Die Starken Männer“) sind wieder als Mikas Eltern dabei, Tilo Prückner (IRON SKY, WHISKEY MIT WODKA) in der Rolle des Herrn Kaan, Conny Froboess („Die Wilden Kerle“, „Eine hal- be Ewigkeit“) als Mikas Großmutter. Mit Max Tidof („Soko 5113“) und Walter Sittler („Der Kommissar und das Meer“) ist „Ostwind 2“ bis in die Nebenrollen prominent besetzt. Zum zweiten Mal mit dabei ist außerdem die Pferdetrainerin und „Pferdeflüsterin“ Kenzie Dysli.

Quelle: Archiv/ Presseheft

Über die Produktion


Eine Fortsetzung – dann aber richtig
„Wir sind nicht so, dass wir unbedingt auf Teufel komm raus nach einem erfolgrei- chen Film noch einen zweiten Teil machen müssen“, sagt Ewa Karlström über sich und Andreas Ulmke-Smeaton, mit dem sie gemeinsam die Produktionsfirma SamFilm betreibt und für „Ostwind 2“ wie auch bereits für „Ostwind“ verantwortlich zeichnete. „Nur einfach noch einen Film drehen, das wollten wir nicht. Wir müssen uns schon sicher sein, dass wir da noch was drauflegen können, dass wir das bisher Gezeigte noch einmal toppen können. Und das erschien uns nach Ostwind anfangs kaum möglich, da es ein sehr runder Film geworden ist.“ Von einer Fortsetzung von „Ostwind“ war also lange keine Rede. Doch dann kam das Manuskript für den Roman „Ostwind – Rückkehr nach Kaltenbach“. Schuld daran war der Verkaufserfolg des nach dem Film verfassten Buchs, das der Verlag Random House, in seiner Kinderbuchsparte cbj herausgebracht hatte. „Das Buch zum Film verkaufte sich so gut“, erklärt Ewa Karlström, „dass der Verlag sagte: Egal ob ihr noch einen weiteren Film dreht – wir wollen auf jeden Fall ein zweites Buch.“ Das ha- ben die beiden Drehbuchautorinnen Lea Schmidbauer und Kristina Magdalena Henn dann auch geschrieben: „Ostwind – Rückkehr nach Kaltenbach“. Nicht als Drehbuch, sondern diesmal zunächst als Erzählung. Katja von Garnier, die Regisseurin des ersten Teils, und Ewa Karlström waren sofort begeistert: „Als Katja und ich das Manuskript zu diesem Roman gelesen haben, waren wir so berührt und waren beide der Meinung, es muss weitergehen. Ostwind 2 haben wir dann auf der Grundlage des Romans entwickelt. Vieles ist anders, aber der Grundgedanke ist gleich. Wer den Roman kennt, wird aber auf alle Fälle auch noch überrascht werden, denn es ist sehr viel Neues dazugekommen.“

Alles bleibt gleich – Alles wird anders
Die Herausforderung bei der Arbeit am zweiten Teil war, den Fans geliebte und vertraute Figuren zu zeigen, gleichzeitig den Zuschauern aber auch ganz viel Neues zu bieten. So ist die Ausgangssituation mit Bedacht gewählt: Mika kommt auf Gut Kaltenbach zurück. Als Hauptmotiv stand auch diesmal wieder Gut Waitzrodt bei Im- menhausen in Nordhessen zur Verfügung. „Das war wie Heimkommen, dort wieder drehen zu dürfen“, sagt Ewa Karlström. Viel gedreht wurde auch in einem Waldgebiet im Norden von Hessen, dem Rein- hardswald. Diese wildromantische Gegend, größtenteils Naturschutzgebiet mit tau- sendjährigen Eichen nahe der Saba- und der Trendelburg, hat bereits die Gebrüder Grimm vor vielen Jahren zu Märchen wie „Rapunzel“ oder „Dornröschen“ inspiriert. Nicht nur sie, bekennt Ewa Karlström. „Das war richtig magisch dort, und ohne dass wir es von Anfang an so geplant hatten, wurde die Natur bald zu einem weiteren Hauptdarsteller für uns. Schon weil das Wetter auch oft so dramatisch war.“ Die vertrauten Gesichter der letzten Ferien tauchen wieder auf. „Aber Mika spürt bald, dass einige Dinge nicht mehr stimmen. Der Hof steckt in großen finanziellen Schwierigkeiten“, erklärt Ewa Karlström. „Mika belauscht ein Gespräch ihrer Groß- mutter mit zwei Bankern aus der Stadt, und sie merkt schnell, dass da etwas im Argen liegt.“ Aber auch mit Ostwind ist etwas nicht in Ordnung. Davon hat Mika sogar schon zuhause geträumt. Sie entdeckt, dass er Wunden am Bauch hat und als sie eines Tages mit ihm unterwegs ist, haut er plötzlich ab. Sie verfolgt ihn und entdeckt, dass er auf einer Lichtung im Wald einer Schimmelstute begegnet. Die zwei Pferde umspielen einander, und Mika erkennt während dieses Schauspiels klar, dass Ost- wind sich verliebt hat. Und dann taucht noch der Junge Milan auf... Jannis Niewöhner, der Shooting Star aus „Rubinrot“ und „Saphirblau“, spielt den geheimnisvollen Milan. „Jannis war unsere absolute Traumbesetzung“, gesteht die Produzentin. „Wir haben uns vorher lange überlegt, wie einer aussehen sollte, in den sich Mika vergucken könnte. Was wir suchten, war sozusagen Ostwind als Kerl“, lacht sie. „Dementsprechend haben wir auch die Rolle angelegt.“ Doch die Beset- zung bereitete ein paar Schwierigkeiten, denn Jannis Niewöhner musste ausgerech- net in der Phase der Dreharbeiten für „Saphirblau“ auf Kinotour gehen. „Wir mussten in unserem Drehplan sehr viel umlegen seinetwegen, aber er war uns so wichtig, dass wir das hingenommen haben.“

Rückkehr nach Kaltenbach – Die Filmfamilie kehrt heim
Katja von Garnier war vom Lesen des Manuskripts an sofort Feuer und Flamme für die Fortsetzung von „Ostwind“. Das lag nicht nur an den geschätzten Kollegen vor und hinter der Kamera, die nahezu ausnahmslos auch im zweiten Teil wieder dabei waren. „Katja ist vernarrt in Pferde, und auf einem Pferdehof zu wohnen, noch dazu mit ihren Kindern, und ihren Pferden und dort auch noch zu drehen, das war für sie wie die Erfüllung eines Traums“, vermutet Karlström. „Wobei, ganz so nebenbei lief unsere Arbeit dann doch wieder nicht. Mit Kindern und mit Pferden arbeiten, da weiß man schon vorher, dass manche Drehtage auch große Herausforderungen werden können.“ Besonders freute sich Karlström, dass sie den Part des ehrgeizigen Leopold Sasse, der das in der Nähe von Gut Kaltenbach beheimatete Leistungssportzentrum Sasse betreibt, mit Max Tidof besetzen konnten. Der großartige Schauspieler war bereits an Katja von Garniers und Ewa Karlströms erstem gemeinsamen Projekt mit von der Rolle. Von Garnier und Karlström kennen sich seit dem gemeinsamen Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in München Anfang der Neunzigerjahre. 1990 gründeten sie ihre erste Produktionsfirma, die Vela-X Filmproduktion, und realisierten zusammen ihre Hochschulfilme, darunter auch „Abgeschminkt“. Der phä- nomenale Erfolg des Films ist längst deutsche Kinogeschichte – an der eben auch Max Tidof als männlicher Hauptdarsteller beteiligt war. „Das ist jetzt schon über 20 Jahre her“, erinnert sich Ewa Karlström. „Daher war es natürlich eine Riesenfreude, als er zugesagt hat, den Leopold Sasse zu spielen. Er passt auch einfach perfekt, ich könnte mir keinen besseren Leopold Sasse vorstellen.“ Auch Nina Kronjäger, eine weitere Darstellerin aus „Abgeschminkt“, ist als Mikas Mutter Elisabeth natürlich wieder mit von der Partie. Ebenso wie Jürgen Vogel als Mikas Papa Philipp und Cornelia Froboess als Großmutter Maria, die darum kämpfen muss, ihr einst so stolzes Reitergut vor dem Ruin zu bewahren. Als sich zu Beginn der Dreharbeiten alle seit längerer Zeit erstmals wieder trafen, war die Freude bei allen groß, weiß die Produzentin: „Es macht einfach wahnsinnig viel Spaß, gemeinsam wieder in diese Welt abzutauchen, und es ist wunderschön, wenn die ganze Fami- lie wieder vereint ist. Alle verstehen sich so gut miteinander und haben viel Spaß zusammen.“ Wie es sich für eine aufmerksame „Mutter der Kompanie“ gehört, hat Ewa Karlström sofort bemerkt, wie sehr sich Mika-Darstellerin Hanna Binke seit den letzten Dreh- arbeiten verändert hat. „Sie war damals 13 Jahre alt, jetzt ist sie zwei Jahre älter, und in diesem Alter macht man innerhalb dieser Zeit einfach einen riesigen Sprung.“ Buchstäblich, denn Hanna ist enorm in die Höhe geschossen. „Das hat Katja von Garnier spontan und wirklich ganz süß eingebaut in der ersten Begegnung mit Sam. Da muss er nämlich auf die Zehenspitzen steigen und richtig zu ihr hochsehen, um sie noch umarmen zu können“, amüsiert sich die Produzentin. Auch wenn Hanna privat inzwischen wenig mit Pferden zu tun hatte, „hat sie sich sehr gut erinnert“, wie es Reitprofi Kenzie Dysli ausdrückt. Sie doubelte Hanna schon im ersten Teil in den anspruchsvolleren Reitszenen und brachte ihr alles bei, was Hanna über Pferde und das Reiten wissen musste. Ewa Karlström fügt an: „Wenn man wie Hanna mitten in Berlin wohnt, ist es natürlich auch immer schwierig zwi- schen Schule und anderen Terminen regelmäßig zu reiten.“ Aber als klar wurde, dass es einen zweiten Teil geben würde, hat Hanna sofort wieder mit dem Training begon- nen und sich auch sehr schnell wieder im Umgang mit dem Pferd zurechtgefunden. Der Pferdetrainerin Kenzie Dysli gehören die beiden Tiere, die als Ostwind zu sehen sind. Das am häufigsten eingesetzte Pferd war der gutmütige und leicht umgängliche Wallach James, mit dem auch Hanna Binke während der Dreharbeiten hervorra- gend zurechtkam. Für die rasanteren Szenen doubelte Kenzie Dysli Hanna und ritt dabei auf ihrem Hengst Attila. Beide Tiere sind schwarz. Die charakteristische weiße Blesse wurde ihnen allerdings erst kurz vor den Aufnahmen sorgfältig aufgemalt. Für „Ostwind“ erfand Katja von Garnier damals die markante Weißfärbung an Kopf und Mähne, die selbstverständlich auch in „Ostwind 2“ bestehen blieb. Der Hengst sollte eben nicht einfach nur schwarz sein, wie so viele andere Pferde in der Filmgeschich- te davor. „Katja denkt enorm visuell“, meint Ewa Karlström. „Und sie hatte einfach dieses Bild von diesem Mädchen mit den roten Haaren auf einem schwarzen Pferd mit weißer Blesse und weißer Mähne in der Landschaft vor sich.“ Neuzugang in OSTWIND 2 ist die weiße Stute, die nur mit der Nummer 33 benannt ist. Sie wird gespielt von verschiedenen Cremellos, einer speziellen weißen Pfer- derasse. Auch hier werden wieder je nach Bedarf die charakterlich durchaus unter- schiedlichen Tiere eingesetzt. Kenzie erhielt dazu Hilfe von ihrem Bruder Raphael Dysli, der außerdem noch Milan beziehungsweise Jannis doubelte. „Was Kenzie und ihr Bruder da mit den Pferden gemacht haben, das war einfach unglaublich“, gerät Karlström ins Schwärmen. „Vor allem Kenzie steuert ein Pferd ohne jeden Kontakt, praktisch energetisch. Pferdedressur hat ja leider oft viel mit strenger Hand und Schmerz zu tun. Kenzie erzieht ihre Tiere ganz anders, nach dem Prinzip des „Natural Horsemanship“. Darunter versteht man eine Methode der Dressur, die vor allem über eine emotionale Verbundenheit mit dem Pferd funktioniert. Eine Vertrauens- basis, ja eigentlich eine Freundschaft zwischen Pferd und Reiter steht im Zentrum dieser Kunst. Es geht in erster Linie um das behutsame Einfühlen und das Deuten der Körpersprache. Daraus leitet der Reiter oder Ausbilder des Pferdes seine weite- ren Schritte ab, gleichzeitig muss er natürlich seine Führungskompetenz innerhalb dieses fragilen Teams immer bewahren. „Man kann es manchmal kaum fassen, wie sie nur einen Finger hebt und die Pferde sofort reagieren. Wer sich mit Pferden ein wenig auskennt, weiß sofort, was Kenzie dort für unglaubliche Sachen geleistet hat. Es ist absolut nicht übertrieben zu sagen: Ohne sie hätten wir Ostwind und Ostwind 2 in dieser Form nicht machen können.“ 

Es darf gelacht werden – aber auch nachgedacht
Marvin Linke, der seit ein paar Jahren in der Daily-Soap „Unter uns“ zu sehen ist, spielt erneut den Stallburschen Sam. Im ersten Teil übernahm er neben Mika und Ostwind die Rolle als guter Kumpel. Es sollte die Beziehung zwischen Mädchen und Pferd im Mittelpunkt stehen und nicht jene zwischen dem Mädchen und dem Jungen. In "Ostwind 2"„ Haben Die Drehbuchautorinnen Lea Schmidbauer Und Kristina Magda- Len“a Henn nun die Rolle von Sam als auch die Rolle von Mikas bester Freundin Fanny (Amber Bongard) etwas ausgebaut. „Viele haben ja gedacht, dass sich zwischen Mika und Sam noch etwas entwickeln könnte. Aber schon dieser Erwartungen wegen war uns klar, dass wir eine andere Lösung finden müssen, ein bisschen Überraschung soll schließlich auch noch sein,“ meint die Produzentin. Deswegen funkt es also auch diesmal nicht zwischen Sam und Mika. Aber Mikas Freundin Fanny (Amber Bongard), will nach der verpatzten Paris-Reise ihre Sommer- freien auch auf Gut Kaltenbach verbringen ... „Das funktioniert toll mit Marvin und Amber. Amber ist eine großartige Komödienschauspielerin. Wir kennen uns noch von "Groupies bleiben nicht zum Frühstück", da war sie die kleine Schwester von Anna Fischer. Schon da hatte sie ein tolles Timing, und diesmal gibt’s total viel Spaß mit ihr.“ Überhaupt ist „Ostwind 2“ deutlich witziger geworden als der Vorgänger, meint Ewa Karlström: „Es gibt wesentlich mehr komische Szenen. Gleichzeitig aber auch viel Gefühl, Spannung und tolle Bilder. Das ist eine ganz großartige Mischung geworden, mit der wir hoffentlich ein noch breiteres Publikum erreichen werden.“ Insgesamt setzt „Ostwind 2“ im Vergleich mit dem Vorläufer wirklich in allen Berei- chen noch eins drauf, findet Karlström: „Da gibt es ganz viele neue Facetten, zum Beispiel diese Emotion zwischen Mika und Ostwind, die wir jetzt weiterentwickelt haben. Jetzt kommen ein weißes Pferd und ein junger Mann dazu. Visuell ist das schwarze Pferd ein unglaublicher Hingucker, dachte ich früher. Aber jetzt zusammen mit dem weißen Pferd, und dazu noch diese beiden Darsteller, das ist einfach ein Traum. Außerdem ist viel Spannung drin und wie schon gesagt jede Menge Humor. Aber hätten wir uns nicht toppen können, hätten wir’s auch nicht gemacht“, bilan- ziert sie selbstbewusst. „Wir wollen immer nach einem Film erst genau sehen, wie er ankommt und ob es auch eine passende Geschichte gibt. Danach entscheiden wir, ob es eine Fortsetzung geben wird. Das haben wir bei den "Wilden Kerlen" damals schon so gemacht. Da bin ich auch ein bisschen abergläubisch. Ich glaube nicht daran, dass es gut funktioniert, wenn man von vornherein gleich mehrere Folgen nacheinander plant. So etwas muss sich entwickeln und von sich heraus kommen.“ Ein wichtiger Punkt in „Ostwind 2“ ist die grundsätzlich enge, sehr gefühlvolle Ver- bindung zwischen Mensch und Tier. Die weiße Stute 33 ist entlaufen und widersetzt sich allen Einfangversuchen erfolgreich. Doch warum kann ein Pferd eigentlich nicht frei und wild im Wald leben? Wo steht geschrieben, dass es in einer Box im Stall ste- hen muss? Wer entscheidet über das Los eines Tieres? Üblicherweise der Mensch. In der Beziehung zwischen Mensch und Tier spielt das Eingesperrtsein und Domesti- ziertwerden immer eine wichtige Rolle. Und so kommt man auch sehr schnell immer wieder zu dem Gegensatz Natural Horsemanship vs. Klassische Dressur, Erziehung mit Peitsche und Gerte oder ein sanftes Aufbauen einer Vertrauensbasis zum Tier. „Ein Pferd ist immer auch ein Sinnbild für Freiheit. Es hat einen eigenen Charakter und verdient eine angemessene Behandlung und besonders Respekt. Vor allem Katja liegt die Aussage, die Ostwind 2 trifft, auch persönlich sehr am Herzen. Wir wären glücklich, wenn die Zuschauer anschließend auch ihren eigenen Umgang mit
Tieren aufmerksamer beobachten.“

Auch bei schlechtem Wetter schön – Die Dreharbeiten
Die Dreharbeiten fanden vom 8. Juli bis zum 9. September 2014 statt. Erst wurde 34 Tage lang in Hessen gedreht, anschließend noch elf Tage in Bayern. Das Wetter bildete wegen der vielen Außenaufnahmen die größte Herausforderung. „Wie man gesehen hat, war dieser Sommer 2014 nicht einer der schönsten in Deutschland, zumindest nicht im Süden und in der Mitte des Landes. Wir zitterten praktisch jeden Morgen: Regnet’s? Regnet’s nicht?“, sagt Ewa Karlström. „Wir standen wirklich teil- weise im strömenden Regen da. Aber wenn die Sonne anschließend wieder heraus kam, hatten wir dafür so tolle Lichtsituationen, die wir auch alle eingefangen haben. Letztlich kann man sagen, das Wetter war zwar nicht so sommerlich-sonnig wie erhofft, aber wir haben dafür großartige Bilder bekommen.“ Ganze Drehtage sind glücklicherweise nicht ins Wasser gefallen deswegen, aber manches war an den folgenden Tagen nachzuholen. „Das war am Ende manchmal recht anstrengend. Aber dieses Mal hatten wir von Anfang an eine Second Unit ein- geplant, damit wir alles schaffen konnten. Diese war vom ersten Tag an dabei, das war uns eine große Hilfe“, sagt Ewa Karlström.

Quelle: Archiv/ Presseheft